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Böhmen und Budweis


Die Anfänge der Bierbrauerei in der Tschechischen Republik

Auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik wurde bereits zur Zeit der Kelten Bier gebraut. Die erste schriftliche Erwähnung, die belegt, dass Benediktiner Mönche im Kloster von Brevnov Bier gebraut haben, stammt aus dem Jahr 993 n. Chr. Es gilt als sicher, dass auch in einer Reihe anderer Klöster zu dieser Zeit bereits Bier gebraut wurde. Bedauerlicherweise sind dazu keine detaillierteren Angaben aus dieser Zeit erhalten.

Die erste historische Urkunde über die Bierherstellung auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik ist die Stiftungsurkunde von König Vratislav II an das Vyšegrader Kapitel. Diese Urkunde, die den Domherren zu Vyšegrad unter anderem den Hopfenzehnt für das Bierbrauen erteilte, wurde im Jahr 1088 n. Chr. ausgestellt.

Im 12. Jahrhundert war das Bierbrauen kein ausschließliches Privileg der Mönche mehr. Es war vielmehr eine allgemein beliebte Tätigkeit, die von vielen Menschen, die damals im Gebiet der heutigen Tschechischen Republik lebten, ausgeübt wurde. Wie beispielsweise aus einer Urkunde von Fürst Sobeslav I. aus dem Jahr 1130 n. Chr. hervorgeht, mussten die brauenden Bürger, deren Ansiedelungen unter der Burg lagen, jedoch den Zehnt ihrer Produktion an die Kirche abliefern.

Im 14. Jahrhundert entstanden bereits eigenständige Mälzereien und Brauereien, die aus den Bürgerhäusern, in welchen gebraut wurde, hervorgingen. Ab dem Beginn des 16. Jahrhunderts befasste sich der Adel in großem Stil mit der Bierbrauerei. Auch Städte begannen, ihre eigenen Brauereien zu gründen, und die Erträge wurden zur Begleichung der Gemeinausgaben verwendet. Nach dem dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 stieg die Konkurrenz unter den Bürgerbrauereien, was zu einer Produktionseinschränkung führte. Die Zahl der privaten Bierbrauer ging mit der Zeit zurück und ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts befassten sich ausschließlich Braumeister mit der Herstellung von Bier.

Die industrielle Revolution in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte sich gleich durch drei Neuerungen bemerkbar: die Methode, Bier untergärig zu brauen, den Einsatz innovativer Anlagen und die Entstehung großer Industriebrauereien.

Die Tradition des Bierbrauens in Budweis

In Budweis wird seit dem Jahr 1265 Braugeschichte geschrieben. Der Ort Ceské Budejovice, der früher Budiwoyz bzw. Budweis hieß, wurde in diesem Jahr vom Premyslidenkönig Ottokar II gegründet, der dem Ort das Braurecht einräumte. Das Meilenrecht (ein Privileg, das besagt, dass niemand anderes im Umkreis von einer Meile Bier brauen darf) erhielt Budweis im Jahr 1351 von Karl IV.

Im Laufe des 15. Jahrhunderts entwickelten sich aus den Bürgerhäusern, in denen Bier gebraut wurde, die so genannten Bürgerbrauereien. Mit Sicherheit kann belegt werden, dass der Stadtrat bereits im Jahr 1495 eine eigene Brauerei gegründet hatte, um mit deren Erträgen die Gemeindeausgaben zu finanzieren. Ab dem 16. Jahrhundert brauten auch andere Brauereien in Budweis. So z. B. die Brauerei Poyssl, eine Brauerei, die heute den Namen „U cerné ruže“ (Zur schwarzen Rose) trägt, die Schenauer Brauerei, die Brauerei in der Kanovnic Straße und die Brauerei in der Knežská Straße. In letzterer befindet sich heute das Hotel Maly Pivovar, das im Besitz der Brauerei Budejovický Budvar ist.

Nach dem dreißigjährigen Krieg von 1618-1648 kam es zu einer deutlichen Reduzierung der Bürgerbrauereien, die sich auch im Laufe des 17. Jahrhundert fortsetzte. Die Zahl brauender Privatleute nahm kontinuierlich ab. Und Anfang des 18. Jahrhunderts beschäftigten sich nur noch Braumeister mit der Bierherstellung.

Ab dem Anfang des 18. Jahrhunderts gab es zwischen den Brauberechtigten und dem Stadtrat einen Streit über die Verwaltung der Gemeindebrauerei. Dieser Streit fand erst im Jahr 1795 ein Ende, als die Stadt die große und die kleine Gemeindebrauerei den örtlichen Bürgern gegen einen Obolus übergab. Durch diesen Akt entstand die Bürgerbrauerei. Es wurde damals auch festgelegt, dass sich das Braurecht nur auf 387 Häuser in der Innenstadt von Budweis bezieht, deren Besitzer Teilhaber der neuen Brauerei wurden.

Die industrielle Revolution in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte auch vor der Bierherstellung nicht halt: moderne Anlagen förderten die Entstehung großer Industriebrauereien mit enormem Ausstoß – und die neue Methode, Bier untergärig zu brauen, setzte sich in Böhmen durch.

Diese Etappe fand in Budweis im Jahr 1895 ihren Höhepunkt, als die Böhmische Brau-AG, die in der Vorstadt von Budweis erbaut worden war, anfing Bier zu brauen. Die Böhmische Brau-AG ist der direkte Vorläufer der heutigen Budweiser Brauerei, die ein würdiger Nachfolger der Jahrhunderte alten Brautradition dieser Stadt ist.




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